DIE TÄNZE

In dieser Rubrik stellen wir Ihnen die einzelnen Tänze vor, die von unseren erfahrenen Tanzlehrern gelehrt werden. Im Einzelnen handelt es sich um die jeweils 5 „Haupttänze“ des Standard- und Lateintanzes.

 

 
Die Standardtänze im Einzelnen:

Langsamer Walzer (Der English Waltz)
Schwung und Drehung, die beiden Grundelemente des Standardtanzens, sind beim Langsamen Walzer am deutlichsten zu erkennen. Weil der Schwung in jedem Takt neu erzeugt, ausgeführt und in einer Schwebephase abgebremst werden muss, gilt der Langsame Walzer mit seiner ausgeprägten Pendelbewegung wohl als der schwierigste der Standardtänze.

Tango (Der zwiespältige Tanz)
Kein anderer Tanz umfasst eine derartige Vielfalt an Bewegungsformen und Haltungen. Auffallend sind die schnellen Aktionen und die oft verhaltenen Pausen, deren Wechselspiel den Reiz des Tanzes ausmachen. Er wird ohne das sonst charakteristische Heben und Senken getanzt und ihm fehlt die „Bewegungskette“, die man als „Schwung“ bezeichnet.

Wiener Walzer (Der berühmte Dreivierteltakt)
Von dem „schwingenden“ Langsamen Walzer unterscheidet er sich durch die allgemein vorherrschende rotierende Bewegung. Sein Schwung resultiert aus den vorwärts strebenden Drehungen. Es gibt beim Wiener Walzer auffallend wenig verschiedene Schritte; trotzdem erfordert es viel Übung und Fleiß, sie meisterlich vorzuführen. Wichtig sind die Übergänge von der Rechts- zur Linksdrehung und umgekehrt. Kondition ist vonnöten, um das schnelle Tempo des Tanzes mit aller Eleganz durchzustehen.

Foxtrott (Der Universaltanz)
Wer nicht weiß, was er tanzen soll, tanzt ihn. Der Foxtrott passt auf viele Musikstücke und besitzt keine Ecken und Kanten. Das einzige Markante an ihm ist, dass er fast durchgehend aus gleichmäßigen, relativ langsamen Schritten besteht, wobei ständig geschoben oder gezogen wird. Er wird im Vier-Viertel-Takt getanzt und es fällt nicht schwer, gleich den Rhythmus zu finden.

Disco-Fox (Der beliebteste Tanz)
Seine Beliebtheit auf Tanzveranstaltungen kommt nicht von ungefähr, denn die dazu passende Musik gefällt vielen: Disco-Sound. Außerdem ist man beim Disco-Fox von fast jeglichem tänzerischen Zwang befreit und kann auch individuelle Schritte und Bewegungen einbauen, ohne einen Stilfehler zu begehen. Bei diesem schnellen Tanz bleibt die tänzerische Tatsache, dass die Dame umherwirbelt und der Herr in erster Linie die Aufgabe hat, sie in die Figur hineinzuführen und wieder aufzufangen.

 

 
Die Lateintänze im Einzelnen:

Cha-Cha-Cha (Der fröhlich freche Bewegungstanz)
Bezeichnend für den Cha-Cha-Cha sind übermütige Ausgelassenheit sowie koketter Flirt. Beine, Arme, Hände und Finger – der ganze Körper ist in ständiger Bewegung. Insbesondere die flinken Beinaktionen sind typisch für diesen Tanz, ebenso wie die schnelle Triple-Bewegung auf dem Viertel eines Taktes und dem ersten Viertel des folgenden Taktes (Chassé-Schritt). Cha-Cha-Cha ist ein amüsantes Spiel zwischen Zu- und Abwendung, Verschwinden und Wiederkommen. Ein Tanz fröhlich, keck, perlend wie Sekt und mit einem guten Schuss Augenzwinkern.

Rumba (Der erotische Werbetanz, ausdrucksstark und voller Hingabe)
Der Klassiker unter den Latintänzen, erfordert große Ausdruckskraft und Sparsamkeit der Mittel. Die Rumba strahlt eher Ruhe aus, wobei die durch Gewichtsverlagerung erzeugte rotierende Hüftbewegung (in Form einer liegenden Acht) die Grundstruktur des Tanzes ausmacht. Die relativ langsame Musik ermöglicht den Tänzern das volle Auskosten jeder Bewegung. Die Dame schwankt zwischen Hingabe und Flucht, der Herr zwischen „Zuneigung“ und „Selbstherrlichkeit“.

Samba (Der dynamische, progressive Südamerikaner im Zweivierteltakt)
In Wiegeschritten und Voltadrehungen, Rollen und Promenadenläufen bewegen sich die Paare wellenförmig und raumgreifend über das Parkett. Charakteristisch für die Samba sind vor allem die Schritte im Zickzack-Muster (Botafogos) sowie die Samba-Rolle, die als eine der wenigen Lateinfiguren in engem Körperkontakt getanzt wird. Die Samba mit ihrer reichhaltigen rhythmischen Gestaltung des Zweivierteltakts ist ein Tanz, der Lebenslust ausdrückt und vermitteln will.

Jive (Lebensfreude pur – der Tanz für Junge und für´s Jungbleiben)
Der Jive bringt robuste Lebensfreude zum Ausdruck. Er war der „Tobetanz“ der Vor-Beat-Generation, aus dem sich der akrobatisch-athletische Rock´n´Roll entwickelt hat. Mit vorgeneigtem Oberkörper und in den Knien wippend steht man auf der Tanzfläche. Im Gegensatz zur Rumba mit ihrem erotischen Grundcharakter herrscht hier pure Dynamik vor. Jive ist ein Rausch an Bewegung und Spiel der Glieder sowie des ganzen Körpers. Ein Tanz, dessen Rhythmus und Kraft mitreißt und sich überaus publikumswirksam präsentiert.